Ordinationsplanung 11 – Die Praxis der Zukunft

Wie eine digitale Arztpraxis aussehen kann: PVE Doktorum 2 – der neue Maßstab der kassenärztlichen Versorgung → zum Projekt
Der Blick über den Tellerrand: Die digitale Arztpraxis
Eine letzte Frage, die Sie sich stellen sollten: Wie wird Ihre Praxis in zehn Jahren aussehen?
Die Medizin entwickelt sich weiter. Digitalisierung, Telemedizin, neue Behandlungsmethoden – niemand weiß genau, wie der Praxisalltag in einem Jahrzehnt aussieht. Eine gute Ordinationsplanung ist flexibel genug, um auf diese Entwicklungen reagieren zu können.
Können Sie Räume umwidmen, wenn sich Ihre Schwerpunkte verschieben? Sind die technischen Infrastrukturen so ausgelegt, dass Sie neue Geräte anschließen können? Haben Sie Platz für zusätzliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wenn Ihre Praxis wächst? Können Sie später problemlos einen weiteren Behandlungsraum einrichten?
Die Konzeption solcher sinnvollen Flexibilitäten kostet in der Planung vielleicht etwas mehr, zahlt sich aber langfristig aus.
Digitalisierung: Was heute bereits entschieden werden muss
Die Frage ist nicht, ob Ihre Praxis in zehn Jahren digital ist – sie ist es. Die Frage ist, ob Ihre Räume darauf vorbereitet sind. Konkret: Datenleitungen in jedem Behandlungsraum, nicht nur WLAN. Netzwerkdosen an definierten Positionen. Steckdosenleisten, die auch für Ladestationen und größere Geräte ausgelegt sind. Und ein Besprechungszimmer, das bei Bedarf als Telemedizin-Raum funktioniert: ruhig, gut beleuchtet, akustisch geeignet.
Modulare Planung: Räume, die sich anpassen
Modulare Planung bedeutet nicht, dass alles veränderbar ist – aber dass nicht-tragende Wände dort gesetzt werden, wo eine spätere Umwidmung denkbar ist. Dass Installationen so geführt werden, dass ein zusätzlicher Anschluss das gesamte Leitungsnetz nicht berührt. Dass ein Raum, der heute als Besprechungszimmer genutzt wird, morgen ein zweites Behandlungszimmer werden kann. Diese Flexibilitäten kosten in der Planung wenig – wenn sie von Anfang an mitgedacht werden.
Wachstum einplanen
Wenn Ihre Praxis erfolgreich ist – und das ist das Ziel –, werden Sie irgendwann mehr Patientinnen und Patienten haben als am ersten Tag. Kann Ihre Anmeldung eine zweite Mitarbeiterin aufnehmen? Können Sie die Öffnungszeiten ausdehnen, ohne dass die Praxis zu eng wird? Diese Fragen sind keine Gedankenspiele. Sie gehören zur Planungsanamnese, die am Anfang jeder guten Ordinationsplanung steht.
Aus der Ordinationsplanung-Serie:
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